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21. Januar 2016

Erste Auftragswiese für 2016

für Susanne, 2016
Acryl auf Leinwand
40 x 120 cm

Meine Blumenbulimie geht weiter. Auch in 2016 habe ich mir vorgenommen wieder eine Serie an Blumenlandschaften rauszumalen. Und angefangen habe ich jetzt mit meiner ersten Auftragsarbeit für dieses Jahr: Eine frische 1,20 m lange Wiese mit Pink-, Orange- und Gelbtönen. Das lange Format ist super für über Couch, Sideboard oder Bett. Als Vorlage für die Farbpalette sollte ich mich an einem älteren Bild ('Morgenlicht') orientieren.

Für mich ist es schon fast reif und fertig für die Wand, aber ich warte jetzt noch das Feedback ab und freue mich, wenn ich ihr das fertige Bild zeigen kann.

25. Juli 2015

Dr. Wald und Dr. Wiese


Glück kann man nicht kaufen, aber man kann ein 'Waldbad' nehmen und dann ist man schon ziemlich nah dran. Dr. Wald und Dr. Wiese helfen gegen Handynacken, fremd- und selbstgebackene Sorgen und therapieren kostenlos. 

Über die Semesterferien gönne ich mir immer diesen Service: ein paar Wochen Eifel mit Waldbad - je grüner desto besser - und wenn das Wetter hier mal schön ist, muss man einfach raus. So gern ich Köln auch habe, die Luft in der Eifel ist unvergleichbar mit der in der Millionenmetropole am Rhein; wenn dort alles schwitzt, ist es in meinem 500-Seelen-Dörfchen, Olzheim, mindestens 4-5 Grad kühler und es weht noch ein kühles Eifel-Lüftchen, teilweise mit einer leichten Güllenote. Und trotzdem könnte ich alle Wiesen hier inhalieren.

29. Mai 2014

Dripping

'Dripping' kommt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt 'tropfen, tröpfeln'. In der Kunst bezeichnet das Drip-Painting die von Pollock entwickelte Technik, bei der er flüssige Email-, Aluminium- und Ölfarbe auf eine auf dem Boden liegende Leinwand tröpfelt, spritzt, gießt und schleudert.

Pollocks Werke sind größtenteils abstrakt und expressionistisch. Ich wollte diese Technik auf meine Art mit verdünnter Acrylfarbe in großformatigen Landschaftsbildern umsetzen. Für mich war das eine kleine Herausforderung, da ich bisher eher auf kleinformatigeren Leinwänden gemalt habe, und meistens mit Pinseln und Spachteln arbeite.

Beim Drip-Painting verliert man aber die Kontrolle, die man sonst hat, wenn man mit dem Pinsel bewusst und gezielt striche setzten kann und so die Komposition besser bestimmen kann. Und die Gefahr ist groß, dass das komplette Bild durch einen einzigen falschen Handschlag daneben geht. So ging's mir mit 'Am Linn' , das ich fast zehnmal übermalt hatte und beim elften Mal mit dem Ergebnis so frustriert war, dass ich die Farbschichten unter der Dusche wieder abgewaschen habe und nochmal bei Null anfing. Für Außenstehende sieht es wahrscheinlich nach einer schönen Schweinerei aus (ist es auch, weil so manche Farben nicht immer da landen, wo sie sollen und ich jetzt bunt gesprenkelte Wände und Schränke in meinem Studio habe). Aber künstlerisch ist es ein Balanceakt zwischen Kontrolle, Zufall und Chaos - so wie im richtigen Leben.